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Linguistische Anhaltspunkte legen nahe, dass die
Mangbetu aus dem Nordosten, möglicherweise aus dem
heutigen Sudan, einwanderten. Auf ihrem Weg nach Süden
trafen sie auf Bantu, die in nördliche Richtung zogen,
und ließen sich im 19. Jahrhundert in ihrem heutigen
Gebiet nieder. Sie vermischten sich mit den zuvor dort
ansässigen Mbuti und den Bantu. Im 19. Jahrhundert wurde
ein Mangbetu-Königreich gegründet, das die Region
politisch dominierte, bis um 1880 Sklavenjäger in das
Gebiet kamen und das Königreich in von muslimischen
Sultanen geführte Sultanate fragmentierten. Die
belgische Kolonialmacht verdrängte später die
Sklavenjäger.
Die Mangbetu leben als Hackbauern, von der Fischerei und
etwas Jagd. Wichtigste Anbauprodukte sind Maniok und
Kochbananen, daneben wird Rinderhaltung betrieben. Das
Vieh gilt als Symbol für Wohlstand und dient oft zur
Zahlung des Brautpreises. Anders als bei anderen
sudanischen Völkern dürfen bei den Mangbetu
ausschließlich Männer die Arbeit des Melkens verrichten. |
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