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Die Genetik
( griechisch geneá
= Abstammung ) beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Funktion von Erbanlagen (
"Genen" ), sowie mit der Weitergabe
deren Erbinformationen von Generation zu Generation; man spricht hier auch von
Vererbung.
Gerade bei
erblich bedingten Erkrankungen ist es wichtig über diese Vorgänge im Bilde zu
sein, damit man ein Verständnis für die Ausprägung bestimmter Krankheitsbilder
entwickelt, d.h. im Klartext: mit welcher Wahrscheinlichkeit tritt bei
bestimmten Verpaarungen welche Erbkrankheit auf, hier dargestellt am Bsp. des
autosomalen-rezessiven
Erbganges.
Für ein besseres Verständnis vorab die
Legende:
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X |
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Symbol
für das gesunde Gen
( frei ) |
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x |
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Symbol für das kranke Gen
( es müssen zwei von diesen Genen vorhanden sein, |
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um eine Erbkrankheit zu entwickeln ). |
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Gesund bzw. Frei |
XX |
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Träger, d.h. diese besitzen zwar das
Gene für die jeweilige Erkrankung, können diese aber nicht ausprägen
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Xx
oder
xX |
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sondern nur weitergeben, da das gesunde
Gen das kranke Gen unterdrückt. |
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Betroffen |
xx |
Und hier nun die
Variationsmöglichkeiten:
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1. Variante |
2. Variante
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beide Elterntiere sind gesund
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ein Elterntier ist gesund, der Andere
ist Träger |
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Resultat:
alle Nachkommen sind 100% gesund. |
Resultat:
50% der Nachkommen sind gesund, die
anderen 50% sind |
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Träger. |
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3. Variante |
4. Variante |
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beide Elterntiere sind Träger |
ein
Elterntier ist Träger, der Andere ist betroffen
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Resultat: 25% der Nachkommen
sind gesund, 50% sind Träger |
Resultat: 50% der Nachkommen
sind Träger, die anderen 50% sind |
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und die anderen 25%
sind betroffen. |
betroffen. |
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5. Variante
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6. Variante |
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beide Elterntiere sind betroffen
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ein Elterntier ist gesund, der Andere ist
betroffen
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Resultat: alle Nachkommen sind
100% betroffen. |
Resultat: alle Nachkommen sind
100% Träger |
Diese Schemata beruhen auf eine
autosomal - rezessive Vererbung ( nach den Mendelschen Regeln*
), das heißt, dass die Besonderheit/Erkrankung nur dann in Erscheinung tritt,
wenn sich auf jeweils beiden Chromosomen (nicht die Geschlechtschromosomen X und
Y!!!) die gleiche Veränderung (Mutation) in einem bestimmten Gen findet. d. h.
wenn das betreffende Individuum jeweils eine Veränderung von seinem biologischen
Vater und eine von seiner biologischen Mutter geerbt hat.
Die Genverteilung
beruht immer auf das Zufallsprinzip,
daher lassen sich die Varianten 2 - 4 nur mittels der Wahrscheinlichkeitstheorie
darstellen. Es kann zum Beispiel gut möglich sein, dass bei der Variante 3 (
beide Elterntiere sind Träger (
) ) als Resultat nur
gesunde Nachkommen (
) oder auch nur Träger (
) raus kommen könnten, aber es
besteht auch die Möglichkeit, dass 75% der Nachkommen betroffen (
) und die verbleibenden 25 %
gesund (
) sind.
Daher sind die Variante 1 und die Variante 2 die einzigen
Verpaarungsmöglichkeiten, die Sie für einen Welpenkauf in Betracht ziehen
sollten, da kein Welpe krank ( betroffen ) sein kann bzw. werden kann!!
*Die
Mendelschen Regeln kurz im Überblick:
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1. Mendelsche Gesetz (
Uniformitätsgesetz ) |
2. Mendelsche Gesetz (
Spaltungsgesetz ) |
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Kreuzt man reinerbige ( homozygote ) Individuen, die sich in einem Allelpaar
unterscheiden, so sind alle Nachkommen (Bastarde) der 1.Tochtergeneration (
F1-Generatio ) untereinander gleich (uniform).
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siehe Variante 1, 5, 6 |
Kreuzt man mischerbige (heterozygote)
Individuen der F1-Generation ( Bastarde )so sind die Nachkommen der 2.
Tochtergeneration (F2) nicht gleich, sondern spalten sich nach bestimmten
Zahlenverhältnis-sen auf.
®
siehe Variante 3 |
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3. Mendelsche Gesetz (
Unabhängigkeitsgesetz ) |
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Kreuzt man reinerbige (
homozygote ) Individuen, die sich in 2 oder mehreren Allelpaaren
voneinander unterscheiden, so werden die einzelnen Allele unabhängig
voneinander vererbt. Es kann dabei zu einer Neukombination der
Erbanlagen kommen.
Einschränkung: Die
verschiedenen Gene müssen sich auf unterschiedlichen Chromosomen
befinden, da sie sonst gekoppelt vererbt werden könnten.
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